Am 01. Oktober 2019 veröffentlichten die Schaumburger Nachrichten diesen Artikel:

Zum Zeitungsartikel

 

Eine Ära nähert sich ihrem Ende – Chancen für einen Neuanfang?

Die Geschichte des Areals beginnt am 05. November 1917 mit der Gründung der Drahtnagel- und Metallwarenfabrik Gebrüder Rentrop. Bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges beschäftigte Rentop 350 Mitarbeiter. Nach Ende des Krieges 1949 begann Rentrop mit der Autositze-Fertigung. Das war ein Garant für stetiges Wachstum, denn die Autoindustrie florierte. 1975 fusionierte das immer noch inhabergeführte Familienunternehmen zu RHW. Mitte der achtziger Jahre beschäftigte das Unternehmen rund 2.300 Mitarbeiter und war einer der großen Arbeitnehmer der Region.

In 1991 erfolgte die Umwandlung des Familienunternehmens in einen Konzern durch Übernahme vom französischen Konzern Bertrand Faure. Seitdem gab es immer wieder Unruhe in der Belegschaft, da die Geschäftsleitung vom Ausland aus agierte und das Unternehmen aus globaler und rein wirtschaftlicher, strategischer Sicht führte. Nach einer Fusion in 1999 mit dem ebenfalls französischen Unternehmen Ecia entstand der neue Konzert Faurecia.

Seitdem gab und gibt es immer wieder massive Veränderungen in der Produktion und Verwaltung – verbunden mit Personalabbau. Das unrühmliche Finale im April 2018: Der größte Anteil des Unternehmens wird in 2021 in ein neues Werk nach Hannover-Marienwerder verlagert und nur ein kleines Produktionswerk wird in Stadthagen verbleiben.

Die ausführliche Geschichte mit Bildern:

Faurecia Historie

 

Neufang unter Federführung von Compa – eine Chance?

Die blühenden Jahre sind lange vorbei. Von über 2.000 Mitarbeitern auf dem rund 100.000 Quadratmeter großen Areal kann Stadthagen wohl künftig nur träumen. Sven Rickes – Geschäftsführer von Compa spricht optimistisch von bis zu 350 Arbeitnehmern.

Es bleibt zu hoffen, dass die Chancen genutzt werden, quergedacht wird und neue zukunftsträchtige Erschließungs- und Unternehmens-Modelle für das Areal entwickelt werden. Was spricht eigentlich dagegen, die Hallenkapazitäten nicht nur für Logistiker zu nutzen, sondern wieder Industrie dort anzusiedeln? Industrieunternehmen von morgen mit Zukunftstechnologien von morgen. Und für eine Entwicklung Stadthagens hin zur einer nachhaltigen Stadt.